Mundartgesellschaft

Mundartgesellschaft Württemberg e. V.

Der Maler und Holzschnittkünstler Manfred Degenhardt (*1940 in Sigmaringen) hat mit seinem Werk „Köpfe“ 1977 ein Signet/Logo für die Mundartgesellschaft Württemberg e. V. geschaffen, das in seiner Art und Wirkung einzigartig und unverwechselbar ist. Als Auftragsarbeit von der Landesgirokasse finanziert, sind der Holzschnitt „Köpfe“ und die Rechte daran per Schenkung in Besitz der Mundartgesellschaft Württemberg e. V.

In Manfred Degenhardts Werken sind Themen aus der antiken Mythologie und keltischen Kunst verarbeitet und erkennbar. Er lebt in Wannweil.

„Schee, dass Sie ons bsuachad“

Aktuelles

Am 29. Juni 2024 fand im Landratsamt in Waiblingen die Mitgliederversammlung des Dachverbands der Dialekte Baden-Württemberg (DDDBW) statt.

Unser Vereinsmitglied und Beirat Jörg Beirer wurde dabei einstimmig in den Beirat des Dachverbands der Dialekte Baden-Württemberg gewählt.
Herzlichen Glückwunsch, Jörg.

Dialekte prägen in Baden-Württemberg den Alltag und sind ein wichtiger Teil des Selbstverständnisses
vieler Bürgerinnen und Bürger. Dieses sprach-kulturelle Erbe gilt es zu bewahren und zu fördern.

Die Landesregierung hat deshalb im Rahmen ihrer Dialektinitiative den „Landespreis für Dialekt in Baden-Württemberg“ ins Leben gerufen. Mit der Gründung des Dachverbands der Dialekte Baden-Württemberg (DDDBW), die auf eine fraktionsübergreifende Abgeordnetengruppe aus dem Landtag von Baden-Württemberg um Dr. Markus Rösler MdL zurückgeht, wurde bereits im Herbst 2023 der organisatorische und inhaltliche Rahmen für die landesweit institutionalisierte  Förderung der Dialekte geschaffen. Der Vorsitzende des DDDBW ist der Waldshuter Landrat Dr. Martin Kistler.

Das Land vergibt den Landespreis für Dialekt in Zusammenarbeit mit dem Dachverband der Dialekte Baden-Württemberg (DDDBW). Die Mittel für den Landespreis werden vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst bereitgestellt. Die Preissumme von 60.000 Euro wird aufgeteilt in folgende Kategorien:

Junge Generation, Literatur, Lied/Musik, Kabarett/Comedy/Live-Performance/Bühnenkunst, Film sowie Neue Medien. Die besten Beiträge in den einzelnen Kategorien werden von einer ehrenamtlichen Jury aus Fachleuten ausgewählt. Mit ihren Beiträgen bewerben können sich alle Bürgerinnen und Bürger, unabhängig von ihrem Wohnort. Der Verband und das Ministerium für Wissenschaft, Forschung Kunst ermutigen dazu, die Kreativität und Vielseitigkeit des Dialekts in den verschiedenen Sparten auszudrücken. Die Preiskategorie „Junge
Generation“ richtet sich explizit an Menschen unter 27 Jahren, die den Dialekt als Ausdrucksform innovativ und kreativ nutzen. Projekt- und Gruppenarbeiten auch aus Schulen und Bildungseinrichtungen sind in dieser Kategorie ausdrücklich erwünscht.

„Dialekte sind Teil der sprachlichen Vielfalt unseres Landes. Als Dachverband wollen wir das Selbstbewusstsein der Dialektsprechenden stärken und die Bedeutung der Mundart hervorheben. Der Landespreis ist ein starkes Zeichen für die Förderung des Dialekts“ sagt Dr. Martin Kistler, Landrat und erster Vorsitzender des DDDBW.
Der Dachverband der Dialekte Baden-Württemberg (DDDBW) tritt für den Schutz des sprachlichen Erbes, die Pflege einer lebendigen Dialektkultur und die Wertschätzung des dialektalen Reichtums in
Baden-Württemberg ein.

Einsendeschluss für die Bewerbungen ist der 31. Juli 2024.
Die Verleihung des Landespreises findet am 21. Oktober 2024 im Neuen Schloss in Stuttgart durch Herrn Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann statt.

Bewerbungen und Informationen unter www.dachverband-dialekte.de

Erstmals wird in diesem Jahr der Landespreis für Dialekt in Baden-Württemberg verliehen. Bewerbungen können AB SOFORT eingereicht werden. Bewerbungen und Informationen unter www.dachverband-dialekte.de Die Preissumme von 60.000 Euro wird in verschiedenen Kategorien vergeben. Dialekte prägen in Baden-Württemberg den Alltag und sind ein wichtiger Teil des Selbstverständnisses vieler Bürgerinnen und Bürger. Dieses sprach-kulturelle Erbe gilt es zu bewahren und zu fördern. Die Landesregierung hat deshalb im Rahmen ihrer Dialektinitiative den „Landespreis für Dialekt in Baden-Württemberg“ ins Leben gerufen.

Mit der Gründung des Dachverbands der Dialekte Baden-Württemberg (DDDBW), die auf eine fraktionsübergreifende Abgeordnetengruppe aus dem Landtag von Baden-Württemberg um Dr. Markus Rösler MdL zurückgeht, wurde bereits im Herbst 2023 der organisatorische und inhaltliche Rahmen für die landesweit institutionalisierte Förderung der Dialekte geschaffen. Der Vorsitzende des DDDBW ist der Waldshuter Landrat Dr. Martin Kistler.

Aktuelles
Aktuelle Termine
Frau liest Zeitung, Mundartgesellschaft Presse
Mundartarchiv

Juni 2024

Neue Heimat fürs Mundartarchiv

Umzug Sprachliche Vielfalt zeigen und bewahren: Die Sammlung mit Literatur und Objekten deutscher Dialekte ist jetzt in der PH Weingarten zu finden.
Von Raimund Weible
 

Das Württembergische Mundartarchiv hat eine neue Heimat. Die Sammlung mit Literatur und Objekten deutscher Dialekte wanderte von einem ehemaligen Kloster zu einem anderen ehemaligen Kloster, von Bad  Schussenried im Landkreis Biberach nach Weingarten im Kreis Ravensburg.

mehr…

Entwicklungsgeschichte “Zentrales Württembergisches Mundartarchiv“

Bis Juni 1999 fehlte nicht nur in Baden-Württemberg, sondern im gesamten südwestdeutschen Raum, eine derartige komplette Sammlung schwäbischer, alemannischer, fränkischer und saarländischer Mundartliteratur.

Nach über zwanzig Jahren Suche fanden das beindruckende und vielbeachtete Mundartarchiv von Wilhelm König und die von ihm im Jahr 1978 in Reutlingen gegründete Mundartgesellschaft Württemberg e.V. “a Hoemat“. Das am 25. Juni 1999 von ihm gegründete, aufgebaute und stetig weiter-entwickelte “Zentrale Württembergische Mundartarchiv“ (zentral bedeutet hier Zusammenführung und konzentriert auf die eine Aufgabe) war 23 Jahre, bis Dezember 2022, im Neuen Kloster im oberschwäbischen Bad Schussenried, Landkreis Biberach/Riß, beheimatet. In den Räumen des ehemaligen Zentrums für Psychiatrie (ZfP) wurde alles, was mit Mundart zu tun hat, zusammenge- tragen. Mundart bedeutet laut Wilhelm König nicht nur Schwäbisch, vielmehr sollen deutschsprachige Dialekte – wie Bairisch, Alemannisch, Pfälzisch, Fränkisch usw. – gesammelt, sortiert und präsentiert werden. Auf rund 300 qm Nutzfläche schuf der Leiter des Mundartarchivs und profilierte Mundartdichter Wilhelm König einen Ort, an dem Künstler, Autoren und Liedermacher sich und ihre Werke einem dialektinteressierten Publikum vorstellen konnten. Im dritten Stock des Westflügels fanden sich neben Lieder- und Heimatbüchern, Gedichten, Theaterstücken, Zeitschriften, Zeitungsausschnitten und Kochbüchern auch Plakate, Veranstaltungspro-gramme, Aufkleber (Bäbber), Autorenbilder, Schallplatten, Kassetten und sogar Eierkartons mit ungewöhnlichen Aufschriften. Außer der umfassenden Dokumentation aller mundartlichen Erzeugnisse bildete das “Zentrale Württembergische Mundartarchiv“ die Brücke zu den wenigen, ähnlichen Archiven in Europa und den Hochschulen des Landes. Auch andere Mundartverbände sollten von diesem überörtlichen “Haus der Mundart“ profitieren.

Ein “Internationales Mundartarchiv“ gibt es im nordrhein-westfälischen Dormagen-Zons.

Aufgrund der besonderen und wertvollen Bestände wurde dem “Zentralen Württembergischen Mundartarchiv“ im Jahr 2003 das Bibliothekssigel Schu 1 von der Staatsbibliothek zu Berlin verliehen. Der gesamte wissenschaftliche Bestand mit über 8.000 Exponaten wurde per Schenkungsvertrag im Dezember 2022 an die Pädagogische Hochschule Weingarten zur weiteren Forschung und Lehrerausbildung übergeben. Im Dezember 2023 wurden die Räumlichkeiten im Neuen Kloster in Bad Schussenried aufgegeben. Gleichzeitig wurde das Vereinsarchiv der Mundartgesellschaft Württemberg e.V. nach Reutlingen verlegt. Die feierliche Eröffnung des “Württembergischen Mundartarchivs Wilhelm König“ – inzwischen der öffentliche Name – erfolgt im Juni 2024 in der Hochschulbibliothek in Weingarten.

Wilhelm König (links) überreicht Dominik Kuhn alias »Dodokay« die Urkunde. Foto: Markus Niethammer

Vogt-Medaille

Die Friedrich.-E.-Vogt-Medaille wird für Verdienste um die Schwäbische Mundart verliehen.

Die Medaille wurde am 5. Juli 1985 anlässlich des 80. Geburtstags unseres ersten Ehrenmitglieds, Friedrich.-E.-Vogt, von der Mundartgesellschaft gestiftet.

Wörterbuch

Ursprache erklärt.

schwädds

schwädds ist das einzige überregionale Forum dieser Art für die neue deutsche Mundartdichtung im gesamten deutschen Sprachraum.

Die Zeitschrift für Mundart bietet Anregungen für Autoren sowie Liebhaber des Dialekts.

Sprachkarten

Von der Bezeichnung für Kartoffeln, bis zu den Grenzen zum alemannischen.

Mir iibr ons

Bereits im Gründungsjahr 1978 haben wir unsere Aufgaben erklärt:
Wir fördern Mundart und Regionalkultur in Württemberg und darüber hinaus.

Aus dieser Geschichte heraus lautet unser Wahlspruch: „Zuständig von Anfang an!“

Um in den Worten eines Dichters zu sprechen:

„Die Sprache ist der Spiegel einer Nation.
Wenn wir in diesen Spiegel schauen,
so kommt uns ein großes treffliches Bild von uns
selbst daraus entgegen.
Wie menschlich Menschen sind, zeigt ihr
Umgang mit der Muttersprache.“
– Friedrich Schiller

In seiner Jugend sprach Friedrich Schiller schwäbisch. Standarddeutsch / Schriftsprache lernte er in der Schule.

Mitglied werden

Mitglied werden

Willst du bei uns mitmachen? Hier gibt´s mehr Infos.

Saddsong

Hier kommt man zur aktuellen Satzung.

onser Vorstand

1. Vorsitzende: Jeanette Rzyski-Knab
2. Vorsitzender: Dr. Raimund Schur

Schatzmeister: Tilmann Scheck
Schriftführerin: Manuela König
Beisitzer: Jörg Beirer, Rainer Kurze, Karin Zeitler-Didschuweit

Kassenprüfer: Rosemarie Dreher, Bernhard Hüger

Ehrenvorstand: Wilhelm König

Partner und Förderer

Logos Galerie

Mundartgesellschaft Württemberg e.V.
Eichbergstraße 2
72555 Metzingen
Tel. 07123-3606220

info@wilhelmkoenig.de

 

Consent Management Platform von Real Cookie Banner