Mundartgesellschaft

Mundartgesellschaft Württemberg e. V.

Der Maler und Holzschnittkünstler Manfred Degenhardt (*1940 in Sigmaringen) hat mit seinem Werk „Köpfe“ 1977 ein Signet/Logo für die Mundartgesellschaft Württemberg e. V. geschaffen, das in seiner Art und Wirkung einzigartig und unverwechselbar ist. Als Auftragsarbeit von der Landesgirokasse finanziert, sind der Holzschnitt „Köpfe“ und die Rechte daran per Schenkung in Besitz der Mundartgesellschaft Württemberg e. V.

In Manfred Degenhardts Werken sind Themen aus der antiken Mythologie und keltischen Kunst verarbeitet und erkennbar. Er lebt in Wannweil.

„Schee, dass Sie ons bsuachad“

Aktuelle Termine
Frau liest Zeitung, Mundartgesellschaft Presse

Mai 2024

Mundartgesellschaft Württemberg e. V. wählt neue Vorsitzende

Reutlingen (MgW): In ihrer ordentlichen Mitgliederversammlung am Samstag,

4. Mai im Alten Rathaus in Reutlingen gab es eine große Veränderung:

Der bisherige 1. Vorsitzende und Gründer der Mundartgesellschaft Württemberg e.V., Wilhelm König, gab sein Amt nach 46 Jahren ab. Als seine Nachfolgerin wurde die in Metzingen lebende Oberschwäbin Jeanette Rzyski-Knab gewählt.

Die „Stabübergabe“ erfolgte in lockerer Atmosphäre.

Wilhelm König wurde aufgrund seiner Verdienste zum Ehrenvorstand gewählt.

Entwicklungsgeschichte “Zentrales Württembergisches Mundartarchiv“

Bis Juni 1999 fehlte nicht nur in Baden-Württemberg, sondern im gesamten südwestdeutschen Raum, eine derartige komplette Sammlung schwäbischer, alemannischer, fränkischer und saarländischer Mundartliteratur.

Nach über zwanzig Jahren Suche fanden das beindruckende und vielbeachtete Mundartarchiv von Wilhelm König und die von ihm im Jahr 1978 in Reutlingen gegründete Mundartgesellschaft Württemberg e.V. “a Hoemat“. Das am 25. Juni 1999 von ihm gegründete, aufgebaute und stetig weiter-entwickelte “Zentrale Württembergische Mundartarchiv“ (zentral bedeutet hier Zusammenführung und konzentriert auf die eine Aufgabe) war 23 Jahre, bis Dezember 2022, im Neuen Kloster im oberschwäbischen Bad Schussenried, Landkreis Biberach/Riß, beheimatet. In den Räumen des ehemaligen Zentrums für Psychiatrie (ZfP) wurde alles, was mit Mundart zu tun hat, zusammenge- tragen. Mundart bedeutet laut Wilhelm König nicht nur Schwäbisch, vielmehr sollen deutschsprachige Dialekte – wie Bairisch, Alemannisch, Pfälzisch, Fränkisch usw. – gesammelt, sortiert und präsentiert werden. Auf rund 300 qm Nutzfläche schuf der Leiter des Mundartarchivs und profilierte Mundartdichter Wilhelm König einen Ort, an dem Künstler, Autoren und Liedermacher sich und ihre Werke einem dialektinteressierten Publikum vorstellen konnten. Im dritten Stock des Westflügels fanden sich neben Lieder- und Heimatbüchern, Gedichten, Theaterstücken, Zeitschriften, Zeitungsausschnitten und Kochbüchern auch Plakate, Veranstaltungspro-gramme, Aufkleber (Bäbber), Autorenbilder, Schallplatten, Kassetten und sogar Eierkartons mit ungewöhnlichen Aufschriften. Außer der umfassenden Dokumentation aller mundartlichen Erzeugnisse bildete das “Zentrale Württembergische Mundartarchiv“ die Brücke zu den wenigen, ähnlichen Archiven in Europa und den Hochschulen des Landes. Auch andere Mundartverbände sollten von diesem überörtlichen “Haus der Mundart“ profitieren.

Ein “Internationales Mundartarchiv“ gibt es im nordrhein-westfälischen Dormagen-Zons.

Aufgrund der besonderen und wertvollen Bestände wurde dem “Zentralen Württembergischen Mundartarchiv“ im Jahr 2003 das Bibliothekssigel Schu 1 von der Staatsbibliothek zu Berlin verliehen. Der gesamte wissenschaftliche Bestand mit über 8.000 Exponaten wurde per Schenkungsvertrag im Dezember 2022 an die Pädagogische Hochschule Weingarten zur weiteren Forschung und Lehrerausbildung übergeben. Im Dezember 2023 wurden die Räumlichkeiten im Neuen Kloster in Bad Schussenried aufgegeben. Gleichzeitig wurde das Vereinsarchiv der Mundartgesellschaft Württemberg e.V. nach Reutlingen verlegt. Die feierliche Eröffnung des “Württembergischen Mundartarchivs Wilhelm König“ – inzwischen der öffentliche Name – erfolgt im Juni 2024 in der Hochschulbibliothek in Weingarten.

Wilhelm König (links) überreicht Dominik Kuhn alias »Dodokay« die Urkunde. Foto: Markus Niethammer

Vogt-Medaille

Die Friedrich.-E.-Vogt-Medaille wird für Verdienste um die Schwäbische Mundart verliehen.

Die Medaille wurde am 5. Juli 1985 anlässlich des 80. Geburtstags unseres ersten Ehrenmitglieds, Friedrich.-E.-Vogt, von der Mundartgesellschaft gestiftet.

Wörterbuch

Ursprache erklärt.

schwädds

schwädds ist das einzige überregionale Forum dieser Art für die neue deutsche Mundartdichtung im gesamten deutschen Sprachraum.

Die Zeitschrift für Mundart bietet Anregungen für Autoren sowie Liebhaber des Dialekts.

Sprachkarten

Von der Bezeichnung für Kartoffeln, bis zu den Grenzen zum alemannischen.

Mir iibr ons

Bereits im Gründungsjahr 1978 haben wir unsere Aufgaben erklärt:
Wir fördern Mundart und Regionalkultur in Württemberg und darüber hinaus.

Aus dieser Geschichte heraus lautet unser Wahlspruch: „Zuständig von Anfang an!“

Um in den Worten eines Dichters zu sprechen:

„Die Sprache ist der Spiegel einer Nation.
Wenn wir in diesen Spiegel schauen,
so kommt uns ein großes treffliches Bild von uns
selbst daraus entgegen.
Wie menschlich Menschen sind, zeigt ihr
Umgang mit der Muttersprache.“
– Friedrich Schiller

In seiner Jugend sprach Friedrich Schiller schwäbisch. Standarddeutsch / Schriftsprache lernte er in der Schule.

Mitglied werden

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Willst du bei uns mitmachen? Hier gibt´s mehr Infos.

Saddsong

Hier kommt man zur aktuellen Satzung.

onser Vorstand

1. Vorsitzende: Jeanette Rzyski-Knab
2. Vorsitzender: Dr. Raimund Schur

Schatzmeister: Tilmann Scheck
Schriftführerin: Manuela König
Beisitzer: Jörg Beirer, Rainer Kurze, Karin Zeitler-Didschuweit

Kassenprüfer: Rosemarie Dreher, Bernhard Hüger

Ehrenvorstand: Wilhelm König

Partner und Förderer

Logos Galerie

Mundartgesellschaft Württemberg e.V.
Eichbergstraße 2
72555 Metzingen
Tel. 07123-3606220

info@wilhelmkoenig.de

 

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